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Lichen sclerosus and HPV

Lichen sclerosus ist eine Hautläsion, für die kleine bläulich- weiße Papullen kennzeichend sind. Häufig können sich einzelne weiße Areale zu einem großen Areal vereinigen, das wie eine diffuse weißliche Umwandlung über die ganze Vulva und perianale Region aussieht.

Es gibt Angaben, dass Lichen Sclerosus (LS) von HPV verursacht werden kann. In allen Fällen von LS empfiehlt es sich, das Immunsystem zu stärken.

Pediatr Dermatol 1998 Mar-Apr;15(2):85-90:

Humanes Papillomavirus ist in manchen Fällen von Lichen sclerosus genitalen Typs bei Kindern vorhanden:eine in situ Hybridisierung SP-PKR Studie.

Drut RM, Gomez MA, Drut R, Lojo MM. Abteilung für Pathologie, Krankenhaus de Ninos, La Plata, Argentinien.

"Lichen sclerosus (LS) ist eine Hauterkrankung, die sowohl Frauen als auch Männer in jedem Alter und auf jedem Körperteil betrifft. Die Ätiologie ist unbekannt. Die Beobachtung fokaler koilozyto-ähnlicher Veränderungen in in Präputiumproben von LS bei Kindern veranließen uns, das Vorhandensein von HPV zu untersuchen. 23 paraffinierte LS-Proben von Kindern im Alter von 4 bis 14 Jahren wurden mittels der nested Polymerase-Kettenreaktion und in situ Hybridisierung (ISH) untersucht. 12 von 23 Fällen amplifizierten HPV-DNA (8 Fälle entsprachen dem HPV-DNA-Typ 6, 2 Fälle dem HPV-DNA-Typ 16 bzw. Typ 18). ISH stellte HPV-Sequenzen in den Nukleien von koilozytischen und manchen parakeratotischen Zellen in 13 Fällen (9/13 auch HPV-DNA positiv von PKR) fest.

Unsere Ergebnisse wiesen das Vorhandensein von HPV-DNA in ungefähr 70% der Fälle von LS im Präputium bei Kindern auf. Wir heben die Beobachtung koilozyto-ähnlicher Umwandlung im Präputium und ihre Assotiation mit HPV hervor. Die mögliche pathogenetische Bedeutsamkeit zwischen dem Virus und der Läsion ist nicht festgelegt."

Australas J Dermatol 1997 Jun;38 Suppl 1:S20-5:

Plattenepithelkarzinom von Vulva und Lichen sclerosus.

Scurry JP, Vanin K. Mercy Frauenkrankenhaus, Ost-Melbourne, Victoria, Australien.

"Es gibt 2 kliniko-pathologische Typen des Plattenepithelkarzinoms von Vulva, HPV-positiver und HPV-negativer, die in einige Grade bei der Routinehistologie einngeteilt werden können. HPV-positives Karzinom wird in jedem dritten oder vierten Fall beobachtet, tritt bei Frauen auf, die 20 Jahre jünger als beim HPV-negativen Karzinom sind, und wird mit mehrfachen Neoplasien der Geschlechtsorgane assoziiert. HPV-negatives Karzinom ist mit Lichen sclerosus verbunden. Bei 7-96% aller Karzinomfälle wird Lichen sclerosus in der Haut nebem dem Karzinom nachgewiesen, die meisten von ihnen hatten die ersten Anzeichen von Lichen sclerosus; und bei ungefähr 5% der Patienten mit Lichen sclerosus entwickelt sich das Karzinom nach einer langfristigen Nachuntersuchung. Manchmal wird Lichen sclerosus mit Malignität assoziiert. In diesen Fällen ist er oft hyperplastisch und kann in einer unauffälligen Form von intraephitelialer Neoplasie, eine „differenzierende intraephiteliale Vulvaneoplasie„ genannt, auftreten. Und dabei kann er seine pathognomonische ödematös-hyaline Schicht verlieren. Die topischen Zusatzfaktoren, die Lichen sclerosus verursachen und zur Malignitätentwicklung auf von Vulva führen, sind nicht bekannt."

Int J Gynecol Cancer 1999 Mar;9(2):89-97

Spielt Lichen sclerosus eine zentrale Rolle in der Pathogenese vom HPV-negativen Plattenepithekarzinom von Vulva? Die Juckreiz-Kratzen-Lichen sclerosus-Hypothese.

Scurry J. Pathology, Mercy Frauenkrankenhaus, Ost-Melbourne, Victoria, Australien.

"Im letzten Jahrzehnt sind 2 Typen des Plattenepithelkarzinoms von Vulva (SCC) beschrieben worden, HPV-positives und HPV-negatives. Kliniko-pathologische, virologische, zytomorphometrische und genetische Unterschiede bestätigen die Annahme, dass diese 2 Karzinomtypen völlig verschieden sind und dass HPV-negatives Karzinom nicht das Karzinom ist, bei dem virales DNA nicht identifiziert werden konnte. Traditionell geht man davon aus, dass HPV-negatives Karzinom von chronischem Gewebeschaden wegen Juckreiz und Kratzen verursacht wird. Jedoch können Juckreiz und Kratzen allein weder die enge Assoziation zwischen dem Karzinom und dem Lichen sclerosus, noch die Abwesenheit solch einer Assoziation mit anderen juckenden Zuständen, wie z.B. Ekzem oder Psoriasis, erklären. Diese Beobachtungen weisen auf die Rolle des Lichen sclerosus in der Pathogenese vom Vulvakarzinom hin. Die meisten Beobachtungen über die Ätiologie des Lichen sclerosus können immunogenetischer oder genitaler Neigung, oder dem Kobner- Phänomen, zugeordnet werden. In der Juckreiz-Kratzen- Lichen sclerosus-Hypothese geht man davon aus, dass Lichen sclerosus das als Kobner- Phänomen bei Frauen mit dem empfänglichen Immunophenotyp auftritt, die sich wegen genitaler Reizmittel, solcher wie Urin, vaginale Sekretion und Smegma, oder pshylologischer Faktoren zerkratzen. Lichen sclerosus, ein juckender Zustand, trägt zu einem unerträglichen Juckreiz- Kratzen-Zyklus bei, was zu Lichen simplex chronicus, Plattenepithelhyperplasie und schließlich zum Karzinom führt. Die Juckreiz-Kratzen- Lichen sclerosus-Hypothesen bringen die traditionellen Juckreiz-Kratzen-Hypothesen mit der starken kliniko-pathologischen Assoziation zwischen dem Lichen sclerosus und dem Karzinom in Einklang."

 

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